Elektronisches Patientendossier EPD - Von der Kür zur Pflicht

14. Februar 2020

 

Bis am 15. April 2020 müssten Spitäler und Kliniken einer Stammgemeinschaft angeschlossen sein und eine Strategie zum Mitmachen am elektronischen Patientendossier EPD haben.

Fakt ist, dass einige Spitäler mit der Digitalisierung und damit auch mit der Vorbereitung für das EPD sehr fortgeschritten sind, ein Grossteil der Spitäler jedoch nach wie vor abwartet. Diese immer noch eher defensive Haltung ist häufig darin begründet, dass die Mitarbeit am EPD als Pflicht und nicht als Kür angesehen wird. Dem Spital bringt der Anschluss an das EPD tatsächlich keinen direkten Nutzen. Dies kann ein Spital jedoch ändern, indem der Fokus nicht auf dem eigentlichen EPD-Anschluss, sondern in der internen Vorbereitung dazu liegt.

Stellen Sie sich vor ein Spital digitalisiert sich nicht um dem EPD gerecht zu werden, sondern realisiert eine elektronische Krankengeschichte, um interne Abläufe sicherer und effizienter zu gestalten. Die elektronische Krankengschichte wird in einem Spital intern geführt und beinhaltet im Idealfall alle Informationen zu einem Patienten resp. zu einem Fall. Ärzte und Pflegepersonal haben so, sehr schnell den Überblick über den Zustand eines Patienten (z.B. Laborbefunde, Therapien, Medikation, usw). Werden beim Aufbau der elektronischen Krankengeschichte bereits die bekannten Anforderungen des EPD berücksichtigt, ist der spätere Anschluss an das EPD mit überschaubarem Aufwand und verhältnismässig kostengünstig machbar. Unsere Empfehlung für Spitäler lautet darum: Realisieren Sie Ihre elektronische Krankengeschichte und bereiten Sie diese für den Anschluss an das EPD vor. Die elektronischen Krankengeschichte ist dank dem internen Nutzen für Sie dann die Kür, mit welcher Sie fast nebenbei auch die Pflicht des EPD erfüllen.


Ansprechpartner

Jürg

Jürg Porro

Head Business Consulting & Healthcare
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