Dank Smart-Phone zur Smart-Insurance.

31. Januar 2020

 

In der Schweiz besitzen über 6 Millionen Menschen ein Smartphone. Diese interagieren damit im Durchschnitt rund 45 Mal pro Tag - prognostiziert für das Jahr 2023 werden sogar durchschnittlich 65 Interaktionen pro Tag. Grund dafür ist einerseits die Kommunikation mit anderen Anwendern – sei das telefonisch oder per diversen Messengers - andererseits die Nutzung von Apps.

Apps auf dem Markt gibt es schon fast wie Sand am Meer. Es gibt Tausende davon u.a. zu Themen wie Wetter, Social Media, Gaming, News und Fitness. Auch die schweizerische Versicherungswirtschaft setzt je länger je mehr auf Kunden-Apps. Besonders fortgeschritten sind hier die Krankenkassen. Über 15 Krankenversicherer bieten ihren Kunden eine App zur Einsicht der Versicherungsdokumente, Einreichung von Leistungsabrechnungen, Kommunikationskanal mit dem Kunden Center und vieles mehr. Das Angebot ist sehr breit und als Versicherungsnehmer, kann eine Versicherungsverwaltung rein mobil und zu jederzeit erfolgen. Das ist doch auch das was man als Kunde möchte: Flexibel und unkompliziert, alles aus einer Hand verwalten zu können – oder nicht?

Gefolgt sind die Krankenversicherer von Sachversicherer (inkl. Motorfahrzeugversicherer). Hier wird der Fokus stärker auf die Schadenabwicklung gelegt. Die Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit Schäden direkt über die App zu melden und entsprechend direkt die Versicherungsgesellschaft zu kontaktieren. Ergänzend kann man auch die Versicherungsdokumente sichten, jedoch ist das heute noch sehr eingeschränkt.

Der App-Trend geht bei den Versicherern immer stärker in Richtung Service-Dienstleistungen und Präventions-Massnahmen. Angenommen wird, dass das besonders an der geringeren Komplexität und dadurch der entsprechenden kürzeren Time-to-Market liegt.  

Die Service-Dienstleistungen sollen zum einen den Kunden im Falle eines Schadenfalls unterstützen und beraten, z.B. mit einer Notfall-Checkliste oder dem Sperren von Kreditkarten. Zum anderen sollen die Apps in Alltags-Situationen unterstützen, z.B. mit Park-Alarmen oder dem Zugang auf medizinische Lexiken.

Bei den Präventations-Massnahmen versucht man durch diverse Incentives diverse Schadenfälle zu prävenieren. In diesem Kontext sind besonders die Krankenkassen aktiv. Zum Beispiel durch eine Laufschrittzähler App, konkret: Ab einer gewissen Anzahl gelaufener Schritte, erfolgt eine Rückerstattung. Ein weiteres Beispiel ist eine Zahnputz-App, welche die Kinder durch das Zähneputzen begleitet.  

Das Smartphone nimmt je länger je mehr eine wichtigere Rolle in unserem Alltag. Davon möchten auch die Versicherungsgesellschaften profitieren. Wenn man künftig rund 65 Male pro Tag mit dem Smartphone interagiert, wieso dann auch nicht mit einer Versicherungs-App.  


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Jürg Porro

Head Business Consulting & Healthcare
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